Thursday , 21 May 2026
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Das Cselley-Haus

Das Cselley-Haus

Führung für Gruppen mit Voranmeldung an Wochentagen 8-16 Uhr unter der Telefonnummer +36 96/212-094 oder hellebrandt.eva@gymsmuzeum.hu

Eintrittspreise:

Erwachsene: 600,- Ft, Studenten, Rentner: 300,- Ft

Audioguideführung ist auf Deutsch, Englisch, Slowakisch möglich.

Einzelpreis: 200 Ft, für Gruppen: 500 Ft

 

Hansági Múzeum Hansági Múzeum
Hansági Múzeum Hansági Múzeum
Hansági Múzeum Hansági Múzeum
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Die wohl interessanteste Ausstellung im Haus Cselley ist die Sammlung Gyurkovich. Die Sammlung bildnerischer Kunst bzw. Porzellansammlung von Dr. Tibor Gyurkovich (1898- 1981) und seiner Frau dr. Irén Mika (1902-1990) hebt sich sowohl durch Zahl der Stücke als auch durch deren künstlerischen Wert von ähnlichen Kollektionen in Ungarn ab. Sie umfasst mehr als 160 Gemälde, Aquarelle, Tusche-, Bleistift- und Temperastudien und -skizzen. Die Kollektion ist Ergebnis bewussten und fachgerechten Sammelns, welches sich zu Beginn auf Werke des 19. Jh.s, besonders der Reformzeit erstreckte. Dieser Kern der Sammlung wurde später mit Werken bedeutender Maler der 2. Hälfte des 19. Jh. s bzw. des 1. Drittels des 20. Jh. s ergänzt. Dank dieser Sammlerleidenschaft ist die Entwicklung der ungarischen Malerei vom Biedermeier bis zum 2. Weltkrieg in der Kollektion zu verfolgen. Darin sind Werke vom ersten bedeutenderen Vertreter des 19. Jh. s, Miklós Barabás, sowie von anderen bedeutenden Künstlern der Zeit – Miklós Borsos, Károly Brocky, Ágoston Canzi. Aus der Reformzeit zeigt die Ausstellung Skizzen und aus dem Gedächtnis gemalte, idealisierte Landschaften von József Molnár, Sándor Brodszky, András Markó, Károly Markó junior und Henrik Weber. Auf die Kunst von Károly Sterio aus derselben Zeit wurde die Aufmerksamkeit durch den Sammler gelenkt. Einige Werke stammen von Mihály Zichy, einem der größten ungarischen Vertreter der nach der Revolution von 1848 weiterlebenden Malerei mit romantischem Einfluss. Zu gleicher Zeit prágte sich die Landschafts-, Genre-, und Portrátmalerei stárker aus. Hierher gehören die kontrastreichen Naturdetails von Géza Mészöly, Béla Pálik, die Tiergemálde von Géza Vastag, die farbigen Kompositionen über das Leben der Zigeuner von Pál Böhm sowie die beiden mythologischen Szenen von Károly Lotz. In den 60-er Jahren des 19. Jh. s wurden historische Themen zur Wahrung des Nationalbewusstseins verarbeitet. Hier ragen die Werke von Bertalan Székely- z.B. Mihály Dobozi und Gattin – hervor. Unter den ungarischen Vertretern des akademischen Stils der Münchener Schule sind Gyula Benczúr, Jenő Gyárfás, Gyula Kardos, Bertalan Karlovszky, Pál Vágó und Imre Greguss mit ihren Portráts, Landschaften, Genreund Historienbildern zu finden. Mihály Munkácsy war der erste ungarische Maler, dessen Ruf die Grenzen Ungarns überschritt In seiner Kunst nimmt auch die bürgerliche Salonmalerei einen wichtigen Platz ein. Pál Merse Szinyei und László Mednyánszky waren die beiden großen, lange nicht verstandenen Vetreter der modernen Malerei. Auch von ihnen sind hier einige Arbeiten zu sehen. An Wert gewinnt ein Teil der Sammlung durch die Werke von Malern des Künstlerkreises Nagybánya. Zu den prägenden Künstlern dieses Kreises zählen die Vertreter des Impressionismus Károly Ferenczy, Jenő Maticska, Oszkár Glatz und auch István Csók. in der Sammlung gibt es ebenfalls zwei Pastellporträts und eine seiner schönsten Kompositionen – Terrasse am Meer – des großen postimpressionistischen Meisters József Rippl-Rónai. Verschiedene Richtungen und Bestrebungen der ungarischen Malerei zwischen den Weltkriegen sind in der Kollektion präsent durch Werke der Koloristen Izsák Perlmuffer und György Kohán, des Malers orientalischer Themen Ferenc Eisenhuf, des Malers des Balaton und des Lichts József Egry, die Werke von János Vaszary, die Bilder in Rokoko-Stimmung von Lajos Gulácsy, Zirkusbilder von Vilmos Aba Novák und Bilder von Endre Domanovszky aus den 1940-er Jahren. Die Gyurkovich-Sammlung enthält weiterhin von dr. Irén Mika gesammeltes Porzellan der letzten Jahrhunderte aus den Werkstätten in Berlin, Koppenhagen, Meissen, Wien, Röstrand und Herend. Tierfiguren, Ess- und Trinkservies, Urnen und Porzellanfiguren erwecken mit ihrem F o r m e n r e i c h t u m , Schmuck und facettenreichen Miniatüren das Interesse des Beschauers. Der letzte Raum der Sammlung istdem Andenken an den Namensgeber der Sammlung Dr. Tibor Gyurkovich gewidmet. Hier gibt es von ihm selbst und über ihn geschaffene Werke zu sehen. Außer der Gyurkovich-Sammlung verfügt das Haus Cselley auch über eine Kunstgewerbeausstellung. Unter den Möbeln aus dem 17. und 18.Jh. findet man hier ein auf Bestellung einer Adelsfamilie Oberungarns gefertigtes Baldachinbett und eine Aussteuertruhe aus der Spátrenaissance. Reich mit Intarsien verzierte Schreibschránke, Kommoden und Kleiderschränke zeugen vom hohen Niveau des barocken Möbelbaus. Die Decke des Raums ist die Rekonstruktion der früheren Kassetten Decke. Die Ölgemälde an den Wänden mit religiösen Themen stammen von österreichischen Meistern. Aufmerksamkeit verdient die Standuhr aus dem Wien Maria Theresias und der Spiegel mit vergoldetem Rahmen aus einer hochadeligen Wohnung. Die Möbel und anderen Gegenstände aus dem 1.Drittel des 19.Jh. sind in interieurartiger Anordnung zu finden. Die Möbel im Empireund frühen Biedermeierstil wurden teils in Wien und Presburg, teils in Mosonmagyaróvár hergestellt. Die im Interieur ausgestellten Kanapees, Stühle, Tische und Vitrinen und die sich darin befindenden Glas- und Keramikgegenstánde waren begehrtes Wohnungszubehör der Zeit. Unter den Biedermeier-Portráts an der Wand befinden sich auch einige schöne, romantische, in den 1840-er Jahren geschaffene Ölbilder des Mosonmagyaróvárer Landschaftsmalers János Szále. Im römischen Lapidarium sind Grabsteine hauptsächlich aus dem 1. Jh. zu sehen, welche in den früher zum Komitat Moson gehörenden Orten Bruckneudorf (Királyhida), Nezsider und Körtvélyes gefunden wurden. Im zum Hansági Museum gehörenden Gebäude in der Szt. István király Straße befindet sich eine stándige archäologische, ortsgeschichtliche und ethnografische Ausstellung mit dem Titel Geschichte der Wieselburger Ebene. Hier gibt es auch zeitweilige Ausstellungen.

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