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Das Hansági Museum in Mosonmagyaróvár gehört mit seiner 110 jährigen Geschichte zu den ältesten Museen von Ungarn. Der Verein, der das Museum ins Leben gerufen hat, wurde im Jahre 1882 gegründet. Das Museum des ?Historischen und Archäologischen Vereins des Komitats Wieselburg? war bis zum Jahr 1950 eine Vereinsinstitution. Nach der Verstaatlichung erhielt es den Namen ?Hansági Múzeum?. Unter der Leitung von Sőtér Ágost, einem des Gründungsmitglieds des Vereine begannen die Ausgrabungsarbeiten im Komitat. Diesen Ausgrabungen ist es zu verdanken, dass die bis dahin unbekannten Überreste aus der Bronzezeit – nach dem ersten Fundort Gataer Kultur (in Österreich Wieselburger Kultur) genannt-, bekannt wurden. Man hat auch auf die Untersuchungen im Bereich der Limes großen Wert gelegt, denn es gab auf dem Gebiet des historischen Komitats drei größere Siedlungen in der Römerzeit: Oroszvár (Rusovce- lat. Gerulata), Mosonmagyaróvár (Ad Flexum), Lébény (Quadrata). Das Museum wurde durch das Fibelpaar mit germanischer Runenschrift, das in dem Langobardenfriedhof von Bezenye gefunden wurde, weltweit bekannt. Dieses Fibelpaar wird von den Archäologen als Prototyp ähnlicher Funde betrachtet. Es kamen auch im Zuge der spätawarischen Friedhofsausgrabungen besonders sehenswerte Ausstellungsstücke in unsere Sammlung. Archäologische FundeDas Fibelpaar von bezenye ?Lancea regis? – geprägt unter Stefan I. Part of the archeological exhibition Siegel der Müller – bzw. der Fleischhauerzunft (17.Jh) Privilegienurkunde von Ungarische Altenburg (1835) Im Frühmittelalter spielte die Gespanschaft Moson als westliches Tor des Königreichs Ungarn (porta Regni) eine bedeutende wirtschaftliche und strategische Rolle. In der Burg stieg König Salamon mehrmals ab, aber auch andere ungarische Königewaren hier zu Gast. Im 13. Jh. – nach dem Tatarenzug (1241) bzw. nach den Angriffen von Ottokar I I., König von Böhmen (1271 ) – verlordie Burg seine strategische Bedeutung. Die Burg in Óvár(Altenburg), die Meister Konrad aus dem Adelsgeschlecht der Győrer bauen ließ, wurde zum Zentrum der Siedlung. 1354 erhielt Óvárden Rang einer königlichen Stadt von Königin Elisabeth. Die strategische Bedeutung der Stadt wurde im 16/17.Jh. wieder größer,als die Burg zu den Grenzburgen des dreigeteilten Landes gehörte. In der Stadt Ungarisch Altenburg, die für den Getreideund Viehhandel bekannt war, gab es ein bedeutendes Zunftwesen. Die erste Zunft gründeten wahrscheinlich die Fleischhauer, die einen schönen Renaissancesiegel benutzten. Die wichtigen Magistrate der Stadt bekleideten schon im Spätmittelalter die Mitglieder dieser Vereinigung. In dem Komitat, das die Landschaften des Hanságs, der Schüttinsel (Szigetköz) und die Wieselburger Tiefebene vereinigt, entstand eine die verschiedenen Elemente fein miteinander verbindende Volkskultur. Ein ureigener Beruf in der Schüttinsel ist der Beruf des Goldwäschers, der für viele das tägliche Brot bedeutete, obwohl es oft täglich nur 1-2 Goldklumpen brachte. Bild aus 1956Das tragischste Ereignis in derneuzeitlichen Geschichte der Stadt ist das Massaker am 26. Okt. 1956, dem viele Bürger der Stadt zum Opfer vielen. DieAufarbeitung dieses Ereignisses ist nich nur den Angehörigen der Opfer, sondern auch der Bevölkerung der Stadt sehr schwer gefallen. Die erste Druckerei von Magyaróvár wurde von Czéh Sándor gegründet. Er hat auch die erste Buchandlung bzw. die erste Bibliothek der Stadt eröffnet. Die aus Holz und Metall angefertigten Originalklischees der Druckerei sind richtige industriehistorische Raritäten. In den Jahrzehnten nach dem Ausgleich verstärkte sich das bürgerliche Wesen. Das war die Zeit der Klub bzw. Vereinsgründung. Der Széchenyi-Kreis, zu dessen Mitgliedschaft die führende Elite der Stadt gehörte und das Casino des Komitats Wieselburg waren die bedeutendsten Vereine. Aber damals entstand auch der Historische und Archäologische Verein,wurde das Museumsgebäude im klassizistischen Stil entworfen und gebaut. Anfang des 20.Jh-s begann der namhafte Photograph, Kumpf Antal seine Glasnegative sind kostbare Schätze des Museums. Zu Beginn des vorigen Jahrhunderts begann man auch mit dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs in der Stadt, Ende der 20er Jahre betrieb die Stadt schon eine eigene Buslinie.
Mosonmagyaróvár







